Verschärfung der Lage: USA raten Geimpften von Kreuzfahrten ab

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Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat heute die höchste Reisewarnstufe für Kreuzfahrten ausgerufen. Kreuzfahrtschiffe, die in US-Gewässern verkehren, hätten der Behörde zwischen dem 15. und 29. Dezember etwa 5.000 Covid-Fälle gemeldet. Trotz Impfung sei das Risiko an Covid zu erkranken mit Auftreten der Omikron-Variante sehr hoch, heißt es weiter.

„Es ist besonders wichtig, dass Reisende, die einem erhöhten Risiko einer schweren Erkrankung durch COVID-19 ausgesetzt sind, Reisen auf Kreuzfahrtschiffen, einschließlich Flusskreuzfahrten, weltweit vermeiden, unabhängig vom Impfstatus“, so die CDC.

Seit der Identifizierung der Omikron-Variante ist die Zahl der COVID-19-Fälle unter Kreuzfahrtpassagieren und Besatzungsmitgliedern, die der CDC gemeldet wurden, gestiegen.

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Ebenso habe die Zahl der Kreuzfahrtschiffe zugenommen, die den Schwellenwert für COVID-19-Fälle für eine CDC-Untersuchung erreichen.

Scharfe Kritik des Branchenverbands CLIA

Die Entscheidung der CDC wurde vom Branchenverband CLIA (Cruise Lines International Association) umgehend scharf kritisiert.

Man sei über die Reisewarnung außerordentlich erstaunt, heißt es. Die an Bord festgestellten Fälle wären im Vergleich zur Menge der Reisenden gering. Infizierte würden überwiegend asymptomatisch sein oder nur milde Symptome zeigen. Weder die medizinischen Ressourcen an Bord noch an Land seien durch die Fälle belastet.

Weiter heißt es: „Es gibt keine Umgebung, die gegen das Virus immun ist. Kreuzfahrtschiffe bieten eine hochgradig kontrollierte Umgebung mit wissenschaftlich untermauerten Maßnahmen, Test- und Impfquoten, die weit über denen anderer Transport- und Reiseformen liegen“.

Man sei zwar enttäuscht und nicht einverstanden mit der Entscheidung, aber die CLIA und ihre Mitglieder seien weiterhin entschlossen, im Interesse der öffentlichen Gesundheit und Sicherheit mit der CDC zusammenzuarbeiten.

Die Zahl der Covid-Fälle in den USA ist auf einen Höchststand gestiegen. Nach Angaben der Johns Hopkins University meldeten die USA bis Mittwoch im Sieben-Tage-Durchschnitt mehr als 300.000 neue Covid-Fälle pro Tag.

Die gute Nachricht dabei lautet: Kreuzfahrten werden nicht untersagt.

In Deutschland warnt das Auswärtige Amt in den Reisehinweisen vor der Teilnahme an Kreuzfahrten, wie auch vor nicht zwingend notwendigen Reisen generell abgeraten wird.

AIDA und TUI Cruises verweisen auf die Zahl der bisher erfolgreich stattgefundenen Reisen unter Hygienemaßnahmen und die vielen Vorkehrungen, die getroffen wurden, um Kreuzfahrten in Pandemiezeiten sicher durchführen zu können.

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