Spanische Grippe an Bord

Dies­mal geht es min­des­tens 100 Jah­re zurück. Der ein­zi­ge Hin­weis, der bei die­sen Fotos lag, war: „Edwar­di­an Lady on crui­seship“. Wir sind uns ziem­lich sicher, hier die HMS Man­tua von P&O Crui­ses vor Augen zu haben.

Die Man­tua wur­de 1909 in Dienst gestellt und bot im Som­mer „Plea­su­re Crui­ses“, Ver­gnü­gungs­fahr­ten, im Mit­tel­meer und zu den Kana­ri­schen Inseln an, in der rest­li­chen Zeit fuhr sie als Lini­en­schiff nach Indi­en und Australien.

Wäh­rend des 1. Welt­kriegs wur­de die Man­tua wie vie­le ande­re Schif­fe auch von der bri­ti­schen Admi­ra­li­tät zum Schutz des Lan­des ange­for­dert. Vor der bri­ti­schen Küs­te war das Schiff als Patrouil­len­boot und Kon­voi­schutz im Einsatz. 

Ende 1918 segel­te die Man­tua nach Free­town, Sier­ra Leo­ne, und kam dort am 15. August an. Eini­ge ihrer Pas­sa­gie­re und Besat­zungs­mit­glie­der waren an der Spa­ni­schen Grip­pe erkrankt. Des­halb gilt die HMS Man­tua als eines der ers­ten Schif­fe, das die zu die­ser Zeit anhal­ten­de Influ­en­za-Pan­de­mie auf den afri­ka­ni­schen Kon­ti­nent brachte.

Doch auch die­se Epi­so­de ging zu Ende. 1920 wur­de HMS Man­tua zum zwei­ten mal umfas­send reno­viert und in Aus­tra­li­en wie­der in Dienst gestellt. Auch die Ver­gnü­gungs­fahr­ten – aus die­ser Zeit stam­men unse­rer Ver­mu­tung nach die Bil­der – wur­den wie­der auf­ge­nom­men. 1935 endet die Geschich­te des Schiffs auf einer Abwrack­werft in Shanghai.

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