Mitnahme von Medikamenten auf Reisen

Arzneimittel in Mengen zum persönlichen Gebrauch können grundsätzlich über Landes- und Zollgrenzen hinweg mitgenommen werden. Vor allem arabisch geprägte Länder aber auch Australien, Japan oder Israel haben jedoch strenge Regeln, was das Mitführen von Medikamenten betrifft. Für verschreibungspflichtige Mittel und insbesondere Medikamente die als Betäubungsmittel gelten, sollte man bei Reisen in diese Länder eine Bescheinigung des Hausarztes dabei haben, aus der hervorgeht, dass die Medikamente vom Reisenden benötigt werden und ggf. auch die Art und Menge der einzunehmenden Medikamente.

Crucero hat ein interaktives Formular vorbereitet, das bequem am PC ausgefüllt und anschließend ausgedruckt werden kann. Weißen Sie Ihren Arzt gerne auf diese Möglichkeit hin.

(Um das Formular digital bearbeiten zu können, öffnen Sie einfach den Link. Je nach benutztem Browser und ihren individuellen Browsereinstellungen, können Sie das Formular direkt ausfüllen. Falls nicht, speichern Sie dieses zunächst auf Ihrem PC und nutzen Sie dann ein passendes Programm, etwa Adobe Acrobat DC, um die Formularfelder auszufüllen)

Sonderfall Betäubungsmittel

Reisende dürfen aufgrund ärztlicher Verschreibung erworbenen Betäubungsmittel in der für die Dauer der Reise angemessenen Menge als Reisebedarf aus- oder einführen. Die Mitnahme von Betäubungsmitteln durch beauftragte Personen ist nicht zulässig. Weiter ist folgendes zu beachten: Bei Reisen mit einer Dauer von bis zu 30 Tagen in Mitgliedstaaten des Schengener Abkommens (Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien und Ungarn) kann die Mitnahme von ärztlich verschriebenen Betäubungsmitteln erfolgen, sofern eine vom behandelnden Arzt ausgefüllte Bescheinigung nach Artikel 75 des Schengener Durchführungsübereinkommens mitgeführt wird. Diese Bescheinigung ist vor Antritt der Reise durch die oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragte Stelle zu beglaubigen. Die Bescheinigung wird von den zuständigen Landesbehörden auf Grundlage der ärztlichen Verschreibung beglaubigt.

Die Gültigkeitsdauer der Bescheinigung beträgt maximal 30 Tage.

Für jedes verschriebene Betäubungsmittel ist eine gesonderte Bescheinigung erforderlich.

Um Betäubungsmittel auch bei Reisen in andere als die oben genannten Länder mitnehmen zu können, rät die Bundesopiumstelle den Patienten, das sich der Patient vor der Reise vom verschreibenden Arzt eine mehrsprachige Bescheinigung ausstellen lässt, welche Angaben zu Einzel- und Tagesdosierungen, Wirkstoffbezeichnung und Dauer der Reise enthält. Diese Bescheinigung ist zusätzlich durch die zuständige oberste Landesgesundheitsbehörde oder eine von ihr beauftragte Stelle zu beglaubigen und bei der Reise mitzuführen. Die Form der Bescheinigung ist nicht strikt vorgegeben.

Musterformular für Länder des Schengenraum und Musterformular für Drittländer finden Sie auf den Seiten des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, BfArM.