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Kreuzfahrt in Coronazeiten

Reiserecht-Kolumne von Kay P. Rodegra

Lesezeit 3 Minuten

Langsam und vorsichtig nehmen deutsche und europäische Kreuzfahrt-Reedereien unter Anwendung von neuen Hygienemaßnahmen und Coronaschutzkonzepten den Dienst wieder auf. Doch viele Urlauber sind verunsichert, ob Kreuzfahrten so durchgeführt werden wie gebucht und was passiert, wenn Corona-Infektionszahlen in den Zielländern einer Kreuzfahrt steigen? Seit Beginn der Coronakrise werden auch unter Juristen kontroverse Diskussionen über viele neue Situationen geführt und Gerichte haben zunehmend mit „Corona-Fällen“ zu tun.

Eine Kreuzfahrt ist eine Pauschalreise, egal, ob die An- und Abreise zum Schiff mit zum Reisevertrag gehört. Der Urlauber genießt folglich den vollen Verbraucherschutz des Reisevertragsrechts. Das ist gerade in Zeiten von COVID-19 ein großer Vorteil.

RÜCKTRITT WEGEN GEFAHRENLAGE

Stellt sich nach Buchung der Kreuzfahrt heraus, dass es auf der Reiseroute oder in unmittelbarer Nähe zu unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen kommt, die die Reise erheblich beeinträchtigen oder gefährden, kann der Reisekunde kostenfrei vom Reisevertrag zurücktreten. Umgangssprachlich wird bei solchen Fällen auch von höherer Gewalt gesprochen.
Solche Situationen können beispielsweise durch Naturkatastrophen (z. B. Stürme, Erdbeben, Vulkanausbrüche u. a.), Kriege oder kriegsähnliche Handlungen, massive Terroranschläge, Reaktorunfälle und auch durch Epidemien und Pandemien entstehen.
Ein Indiz für das Vorliegen eines unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umstandes ist …

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