Kleiner Pieks — dann Urlaub im Douro-Tal

Im Juli 2020 erlaubt Portugal den Re-Start der Schifffahrt auf dem Douro. Nicko Cruises ist einer der ersten Anbieter, der daraufhin Flussreisen wieder aufnimmt. Die Gäste müssen jedoch zuvor einen Corona-Schnelltest absolvieren. Crucero war dabei und erlebte erstmals seit dem Lockdown Urlaubsfeeling – und das in einem der schönsten Flusstäler Europas.

Hoch ragen die Wein­ber­ge im Dou­ro-Tal, lini­en­för­mi­ge Ter­ras­sen schlän­geln sich dar­an. Nach jeder Fluss­bie­gung taucht eine neue For­ma­ti­on auf, als ob sich eine Her­de gigan­tisch gro­ßer, grü­ner Zebras im Schutz der Ber­ge Marão und Mon­te­mu­ro zum Schla­fen gelegt hät­te.
Die­ses Fels­mas­siv schützt vor den rau­en Atlan­tik­win­den, die von der Mün­dung des Dou­ro ins Land wehen. Dadurch konn­te sich hier ein welt­weit ein­ma­li­ges Mikro­kli­ma entwickeln.

Wein wird in der Regi­on schon seit über 2.000 Jah­ren kul­ti­viert, aber erst mit der „Erfin­dung“ des Port­weins, gelang­te sie zu Welt­ruhm.
Vor allem bri­ti­sche Kauf­leu­te for­cier­ten um 1700 die­sen Pro­zess. Auf der Suche nach export­fä­hi­gem Rot­wein, tra­fen Sie auf por­tu­gie­si­sche Mön­che, die Rot­wein durch Zuga­be von hoch­pro­zen­ti­gem Alko­hol lager- und trans­port­fä­hig her­stel­len konn­ten. Die Erfin­dung war also eher eine Ent­de­ckung. Von Groß­bri­tan­ni­en aus begrün­de­te der Port­wein sei­ne welt­wei­te Beliebtheit.

Die­se im 18. Jahr­hun­dert begrün­de­te Nach­fra­ge hat eine Kul­tur­land­schaft von her­aus­ra­gen­der Schön­heit her­vor­ge­bracht, die im wahrs­ten Wort­sin­ne ein Spie­gel­bild ihrer wirt­schaft­li­chen und kul­tu­rel­len Ent­wick­lung ist. Auf einer Fluss­rei­se durch die präch­ti­gen Land­schaf­ten ist man die­sem Teil der Geschich­te Por­tu­gals sehr nah.

Schnelltest vor dem Check-in

Ein kur­zer Stich in den Mit­tel­fin­ger, ein klei­ner Trop­fen Blut für einen Covid-19-Anti­kör­per­schnell­test. In die­sen Zei­ten begin­nen Rei­se­er­leb­nis­se anders. Ganz am Anfang steht das Auf­set­zen des Mund-Nasen-Schut­zes. Das ist nach meh­re­ren Mona­ten der Pan­de­mie nichts Unge­wöhn­li­ches mehr. Die Dau­er ist jedoch neu, von der mor­gend­li­chen Taxi­fahrt, dem Flug nach Por­to und Trans­fer ins Hotel trägt man die Mas­ke eini­ge Stun­den am Stück.

Und auch der heu­ti­ge Mor­gen mit der Fahrt vom Hotel zum Check-in in Vila Nova de Gaia beginnt mit der Ver­hül­lung von Nase und Mund.

Nach 10 Minu­ten steht das Test­ergeb­nis fest: nega­tiv. Wir dür­fen an Bord. Nicko Crui­ses ver­lässt sich nicht nur auf die Anga­ben des Gesund­heits­fra­ge­bo­gens, son­dern hat den für alle Pas­sa­gie­re obli­ga­to­ri­schen Schnell­test als ein­zi­ger der deut­schen Fluss­rei­se­an­bie­ter ins Hygie­ne­pro­to­koll auf­ge­nom­men.
Täg­li­che Kon­trol­le der Kör­per­tem­pe­ra­tur der Gäs­te und Des­in­fek­ti­on von Schuh­soh­len und Taschen nach Land­gän­gen gehö­ren eben­so dazu.

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