Gesitteter Umgang am Buffet

Kreuzfahrt im vergangenen Jahrhundert

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Dieses Mal zeigen wir kein Foto aus unserem Bestand. Unsere Leserin Nicole Nobbe hat uns einige Bilder ihres Großonkels Heinrich Schacht geschickt. Dieser ist jahrelang zur See gefahren. Unter anderem in den 50er-Jahren auf der Hamburg-Amerika Linie mit der „Italia“. Davon existiert ein Fotoalbum mit vielen Bildern vom Bordleben. Eines davon haben wir für diese Ausgabe ausgewählt.

Zu sehen ist ein Hummer- und Salatbuffet unter Aufsicht der Köche. Auffallend ist, wie elegant-leger die Passagiere gekleidet sind, das ist aber ganz typisch für die 50er-Jahre.

Zu Beginn des Jahrzehnts nimmt der Massentourismus langsam fahrt auf. Die Bilder von VW-Käfer-Kolonnen, die nach Italien fahren, haben sicher viele vor Augen, aber auch für die Kreuzfahrt beginnt ab 1952/53 wieder eine Belebung. Ab 1953 führt die Hapag mit MS Italia Kreuzfahrten zu den Kanaren durch.

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Mit Neckermann wird ab den 1960ern die erste „Demokratisierung der Kreuzfahrt“ eingeführt. Das Angebot lautet: Die Hälfte des Reisepreises ist als Anzahlung fällig, der Rest kann in sechs Monatsraten bezahlt werden. Mit der „Taras Shevchenko“ beginnt für Neckermann dieses Abenteuer – und geht leidlich schief, denn eine Luxuskreuzfahrt ist das nicht, die Kunden erwarteten diese aber. Stattdessen finden diese ein Ambiente wie in einer Familienpension vor. Auf der „Italia“ ist das rund 10 Jahre zuvor augenscheinlich nicht der Fall.

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