Flug zur Kreuzfahrt – Das sind Ihre Rechte

Liegt der Startpunkt einer Kreuzfahrt im Ausland, erfolgt die Anreise zum Hafen zumeist per Flugzeug. Wenn es auf dem Flug zum Schiff zu Problemen kommt, kann das manchmal dazu führen, dass die gesamte Kreuzfahrt sprichwörtlich „ins Wasser fällt“.

Grund­sätz­lich ist es rat­sam, den Flug zum Schiff und zurück im Rah­men der Kreuz­fahrt im Paket beim Rei­se­ver­an­stal­ter mit zu buchen. Bei einer sol­chen Pau­schal­rei­se wird der Flug Bestand­teil des Rei­se­ver­tra­ges. Kommt es wäh­rend der Flug­be­för­de­rung oder beim auf­ge­ge­be­nen Rei­se­ge­päck zu Pro­ble­men, ist neben der Air­line dann auch der Rei­se­ver­an­stal­ter in der Haf­tung und muss für Abhil­fe sorgen. 

Das ist ein kla­rer Vor­teil gegen­über Kun­den, die ihre Anrei­se zum Kreuz­fahrt­schiff indi­vi­du­ell buchen.

Verspätete Anreise zum Schiff

Ist der Flug zum Aus­gangs­ha­fen ver­spä­tet und der Urlau­ber ver­passt das Schiff, muss der Rei­se­ver­an­stal­ter, wenn die Flug­an­rei­se mit zum Rei­se­ver­trag gehört, für Abhil­fe sor­gen. Es spielt dabei kei­ne Rol­le, war­um es zur Ver­spä­tung gekom­men ist. Der Ver­an­stal­ter hat die Pflicht, ent­we­der die Beför­de­rung zum nächs­ten Hafen zu orga­ni­sie­ren oder auch die Rück­rei­se zum Abflug­ha­fen, wenn eine Nach­rei­se zum Schiff nicht mehr mög­lich ist. Stor­no­kos­ten kann er beim Aus­fall der Kreuz­fahrt nicht verlangen.


mehr zum Thema

  1. Kreuzfahrtschiffe vor der Küste von Bournemouth, Foto: © ZOE ALLEN – Istockphoto.com

Anders sieht es aus, wenn der Rei­sen­de den Flug sepa­rat gebucht hat.
Wird das Schiff nicht erreicht und die Kreuz­fahrt nicht ange­tre­ten, kann der Rei­se­ver­an­stal­ter Stor­no­kos­ten ver­lan­gen, d.h. er kann einen gro­ßen Teil des bereits bezahl­ten Rei­se­prei­ses einbehalten.

Der Urlau­ber kann in sol­chen Fäl­len ver­su­chen, von der Air­line Regress zu for­dern, jedoch ergibt sich kein Haf­tungs­an­spruch, wenn die Ver­spä­tung eher uner­heb­lich ist oder die Air­line kein Ver­schul­den trifft, bei­spiels­wei­se wenn schlech­tes Wet­ter, eine Ter­ror­war­nung oder eine Luft­raum­sper­rung zur Ver­spä­tung führte.

Doch auch wenn sich eine Haf­tung der Air­line ergibt, besteht auf­grund inter­na­tio­na­ler Bestim­mun­gen bei Flug­ver­spä­tun­gen eine Haf­tungs­höchst­gren­ze von ca. 5.600 €, so dass die Stor­no­kos­ten des Kreuz­fahrt­an­bie­ters ggf. nicht voll über­nom­men werden.

Fluggastrechte

Für Flü­ge ab einen Flug­ha­fen in der EU bzw. für Flü­ge von einem Dritt­staat in die EU mit einer EU-Air­line gel­ten die EU-Fluggastrechte.

Kommt es zu einer Annul­lie­rung, Über­bu­chung oder grö­ße­ren Ver­spä­tung (ab 3 Stun­den), kann der Urlau­ber je nach Flug­stre­cke eine Aus­gleichs­zah­lung zwi­schen 250 und 600 € von der Flug­ge­sell­schaft ver­lan­gen, es sei denn, die Ver­spä­tung oder Annul­lie­rung beruht auf auße…

- ANZEIGE -

FEEDBACK

Senden Sie eine E-Mail an: redaktion@crucero-magazin.de

DISKUSSION

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen