Carnival-Chef: Niveau von vor Corona frühestens 2023

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Noch immer häufen sich Meldungen von Kreuzfahrt-Absagen wegen der Corona-Pandemie. Die meisten Schiffe liegen aktuell weiterhin auf. Carnival-Chef Arnold Donald hat sich jetzt in einem Bericht der Financial Times zur Zukunft der Branche geäußert.

Durch die Pandemie hat Carnival, der weltgrößte Anbieter von Kreuzfahrten mit seinen neun Marken, darunter AIDA und Costa, im vierten Quartal 2020 einen Nettoverlust von 1,9 Milliarden US-Dollar gemacht, im dritten Quartal gar 2,9 Milliarden Dollar. Dennoch schloss der Konzern das Jahr 2020 mit einem Finanzpolster von 9,5 Milliarden Dollar ab. Liquidität ist also vorhanden. Arnold Donald geht davon aus, dass der Kreuzfahrtbranche noch mindestens zwei harte Jahre bevorstehen. Vor 2023 werde man das Vor-Corona-Niveau nicht erreichen, meint Donald.

Fünf neue Schiffe für Carnival kommen noch

Aktuell stehen allein bei den Meyer Werften in Papenburg und Turku (Finnland) noch fünf Schiffe in den Auftragsbüchern. Derzeit entsteht beispielsweise in Papenburg die AIDAcosma, in Turku die Costa Toscana. Zusätzlich erhalten P&O Cruises mit der Arvia und Carnival Cruise Line mit der Carnival Celebration Neubauten. Alle Schiffe basieren auf der Helios-Baureihe, zu der auch AIDAnova gehört, mit LNG angetrieben werden und Platz für jeweils mehr als 5000 Passagiere bieten.

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Die Schiffe werden später ausgeliefert als ursprünglich geplant, weil aktuell weitere Kapazitäten nicht gebraucht werden. Durch die Einstellung auf die neuen Bestimmungen in Zeiten des Coronavirus waren schon die Schiffe, die 2020 unter den besonderen Hygienebedingungen fuhren, nicht ansatzweise voll ausgelastet.

Briten können bald wieder auf Kreuzfahrt

Carnival hat allein 19 ältere der insgesamt 107 Kreuzfahrtschiffe bereits ausgemustert, noch immer liegt ein Großteil der Flotte weiter auf. Während in den USA, dem größten Markt für Kreuzfahrten, noch immer keine Genehmigung für einen Neustart von der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC erteilt wurde, sollen Schiffsreisen rund um Großbritannien für britische Passagiere ab dem 17. Mai wieder möglich sein. Dann könnten dort auch wieder Schiffe der britischen Carnival-Marken Cunard und P&O Cruises zum Einsatz kommen. 

Nach mehreren vergeblichen Neustart-Versuchen will AIDA mit der AIDAperla nun ab dem 20. März zunächst eines ihrer insgesamt 14 Schiffe wieder in Betrieb nehmen. Bis Mitte Mai sollen mit der AIDAperla Kreuzfahrten rund um die Kanarischen Inseln angeboten werden.

Im Mittelmeer will die italienische Carnival-Marke Costa Crociere zunächst ab dem 27. März mit der Costa Smeralda zunächst Touren zu italienischen Häfen anbieten. Ob es dabei bleibt, ist angesichts des erneuten Lockdowns in Italien allerdings unklar.

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